Dieses Seminar wird im Bachelor-Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter (Kindheitspädagogik) veranstaltet. Es gehört zum Modul 1: Erziehungswissenschaftliche Zugänge zur Kindheitspädagogik und veranstaltet den Baustein 1.4: Bildung, Erziehung und Betreuung in früher Kindheit (Kinder von der Geburt bis ins 3. Lebensjahr).

Im Seminar werden zentrale Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern von der Geburt bis ins 3. Lebensjahr betrachtet. Im Schwerpunkt wird die Bedeutung von Bezugspersonen in Familien, Krippen und Pflegestellen thematisiert, denen eine zentrale Rolle für die Qualität des psychischen Wohlbefindens, der Befriedigung zentraler Grundbedürfnisse und der emotionalen Regulation von Kleinkindern zukommt. Aus erziehungswissenschaftlicher und interdisziplinärer Perspektive (Pädagogik, Soziologie, Entwicklungspsychologie, Kindheits- und Familienforschung) betrachtet. Die Studierenden setzen sich mit Bedingungen gelingender Bildung, Wohlbefinden, kulturspezifischen Sozialisationzielen und Teilhabe auseinander. Übergänge zwischen den enormen Schritten der physischen und psychischen Entwicklung in der frühesten Kindheit sowie zwischen verschiedenen sozialen Orten, kulturellen Settings und pädagogischen Handlungsfeldern werden als Transitionsprozesse reflektiert. Die zentralen Lern- und Entwicklungsmeilensteine der ersten Lebensjahre und deren Bildungs- und Entwicklungsfelder-übergreifende Bedeutung werden betrachtet. Hinzukommend erfolgt die Auseinandersetzung mit Regulationsstörungen im frühen Kindesalter und die Studierenden reflektieren Bindungs(kulturelle) Hintergründe von Erwachsenen, ihre eigenen Kindheits- und Grundbedürfnisse-Bilder und pädagogischen Haltungen.

Das Seminar steht in Verbindung zur Veranstaltung Bildung, Erziehung und Betreuung in früher Kindheit (0–3 Jahre) (M1/B4) und bereitet auf weitere Module im Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter (Kindheitspädagogik) und die professionelle Arbeit mit Kindern im Alter von 3 bis 11 Jahren vor.