Lesenlernen vollzieht sich heute in einer Medienumgebung, in der digitale Technologien, adaptive Lernsysteme und KI-gestützte Textproduktion zunehmend an Bedeutung gewinnen. Für den Deutschunterricht stellt sich damit die Frage, wie traditionelle Konzepte des Leseunterrichts mit neuen Möglichkeiten der Diagnose, Differenzierung und Textgestaltung verbunden werden können.

Das Seminar führt in zentrale Modelle des Leseerwerbs und der Leseförderung ein und diskutiert deren Weiterentwicklung in einer Kultur der Digitalität. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, wie KI-gestützte Verfahren zur Anpassung von Texten, zur Förderung von Leseflüssigkeit und zur Unterstützung heterogener Lerngruppen eingesetzt werden können.

Die Studierenden erarbeiten exemplarische Unterrichtskonzepte, führen kleine empirische Forschungsprojekte durch und reflektieren Chancen und Grenzen digitaler Werkzeuge für einen fachlich fundierten, adaptiven Leseunterricht in der Grundschule.