Religionswissenschaftler wie Peter Bräunlein oder Jörn Rüpke haben Anfang der 2000er Jahre unter der Formel „Religionsgeschichte als Mediengeschichte“ dazu aufgefordert, historische Religionen wie das Christentum nicht nur über „heilige Schriften“ und „heilige Worte“, sondern über ihre visuellen und haptischen Medienwelten zu erschließen – also über ihre Gegenstände, Bilder, Bücher und sonstigen Informationsträger. Inzwischen laufen solche Ansätze z.B. unter „visual Christianity“ oder „material Christianity“, wie auch die medialen Dynamiken in den Religionen selbst zum Thema geworden sind. Dieses Seminar macht den Versuch, gemeinsam Kernthemen des Christentums über seine Medien zu erschließen. Wir werden klären, was Medien überhaut sind, und diskutieren, wie sie die Geschichte und die Vorstellungen des Christentums form(t)en.

Für die aktive Teilnahme ist die Fähigkeit und Bereitschaft, auch englischsprachige Wissenschaftstexte zur Kenntnis zu nehmen, von Vorteil.